Seit 1989 "kann man es", ich habe jedoch 23 Jahre gebraucht, um "es auch mal zu machen": ich habe den Brocken erklommen!
Aus frühlingshaften Klimaverhältnissen am Treffpunkt Lampspringe haben sich in frühmorgentlichen Stunden der Brocken-Ede, Pa und Karsten vom sibirisch-verschneiten Basis-Camp "Torfhaus/Ehrenfriedhof" aufgemacht, um über den "Goetheweg" das Gipfelkreuz zu erstürmen. Die Route führte über zwei "Todeszonen", entlang der Dampflok-Bahnschienen hoch zum Plateau - welches an diesem Tage die Sicht NULL zu bieten hatte! 20m Fernsicht waren schon Luxus... tiefe Schluchten und wilde Grizzlybären etc. konnten wir erst ausmachen, wenn wir direkt davor standen!

Als Nicht-Wanderer habe ich die ganze Aktion nämlich total unterschätzt: aus einem gedacht "netten, gemütlichen Wald-Spaziergang mit piependen Vögeln, Sonnenschein etc." wurde eher eine Polar-Expedition, die deutlich machte, wo sich im Körper bislang unbekannte und unbeanspruchte Muskelbereiche befinden. Es galt zwar nur, 340 Höhenmeter zu wuppen, aber die haben auf rutschigem Schnee gezeigt, wo der Hammer hängt! Brocken-Ede hat spätestens nach dem Steilhang zur Bahnlinie wie eine Dampflok aus dem letzten Loch gepfiffen! Egal, wer hart sein will, muss auch hart sein!